Tourneen und Konzerte

Früher Feldtest von d&b Soundscape auf der Acoustic Stage des Glastonbury Festivals.

Festivalzelte sind für ihre schwierige Akustik bekannt. Dennoch genießt die Acoustic Stage auf dem Glastonbury Festival einen ausgezeichneten Ruf. Nach Gesprächen zwischen Tom De Brabant, Audio Crew Chief und FOH-Techniker der Acoustic Stage, und Steve Jones, d&b Education & Application Support, erhielt d&b audiotechnik grünes Licht für einen Feldtest des neuen, bahnbrechenden Soundscape-Systems im Sommer 2017. 

Geplant war, die zusätzlich erforderlichen Lautsprecher für Soundscape fliegend aufzuhängen – in diesem Fall fünf Lautsprecher der T-Serie zwischen den Line-Arrays der V-Serie für die klassische Links-rechts-Beschallung, die von Encore Group bereitgestellt wurden. De Brabant sollte dann im FOH an einem Midas PRO6 mit umfassender Dante-Implementierung über d&b Soundscape für alle Bands mixen, die keinen eigenen Tontechniker hatten – zumindest war es zunächst so angedacht. De Brabant wurde am Mischpult von Adam Hockley und Chris Dew, d&b Education & Application Support, unterstützt und gemeinsam brachten sie den allerersten Test von Soundscape auf einem Festival über die Bühne.

Die Definition und der Raum, die der Mix durch Soundscape bekam, waren beeindruckend. Das System öffnet eine ganze Klangwelt. Der resultierende Sound hört sich einfach richtig an.Tom De Brabant, Audio Crew Chief und FOH-Techniker der Acoustic Stage

Eine besondere Herausforderung vor der Veranstaltung, noch bevor die Licht- und Bühnentechnik feststanden, bestand darin, das Produktionsteam davon zu überzeugen, die Rigging-Positionen für die zusätzlichen Lautsprecher zuzulassen, die für d&b Soundscape benötigt werden. Fineline Lighting – die Firma, die für das Rigging und die Bühnenbeleuchtung zuständig war – konnte jedoch schnell davon überzeugt werden, die Voraussetzungen für den Einsatz der neuen Technologie zu schaffen, denn die gesamte Crew war begeistert von der Aussicht, ein so neues und innovatives System testen zu können. 

Vor dem ersten Soundcheck war die Aufregung innerhalb des Teams noch relativ groß, schließlich war es für alle eine Premiere. Nach den ersten Checks waren jedoch alle schnell gelassen. „Das Produktionsteam war ziemlich nervös“, sagte De Brabant. „Mit Soundscape hat man keine großen Schwierigkeiten, ein einzelnes Instrument oder einen bestimmten Part im Mix hervorzuheben. Stattdessen kann man sich voll und ganz auf die kreative Seite des Abmischens konzentrieren. Bei einem klassischen Links-rechts-System hätten wir normalerweise größere Lautsprecher wie die der V- oder J-Serie verwendet. Durch den Einsatz von Soundscape auf der Acoustic Stage konnten wir kleinere Gehäuse verwenden, also entschieden wir uns für Lautsprecher der T-Serie zwischen den Line-Arrays aus V-Lautsprechern und es war erstaunlich, wie wenig wir die T-Lautsprecher pushen mussten, um einen klaren Sound zu erzielen.

Einer der ersten Hauptacts des Festivals war die australische Singer-Songwriterin Emily Barker. Als sie mit ihrer Band auf die Bühne kam, hatte das Tontechnik-Team erstmals die Gelegenheit, den Sound einer vollbesetzten Band unter Einsatz von d&b Soundscape abzumischen. FOH-Techniker De Brabant war sichtbar überrascht, dass sich sein Mix so mühelos zusammenfügte. „Als die nächste Band mit ihrem eigenen Tontechniker kam und ein Stereosystem nutzte, war das, als würde jemand einen 4K-Fernseher durch ein altes Schwarz-Weiß-Gerät ersetzen. Der räumliche Effekt im Mix war verschwunden und alles klang flach und weit entfernt.“

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Ab diesem Moment warf das Team alle Bedenken über Bord, davon überzeugt, dass es sich auf die Stabilität von d&b Soundscape verlassen konnte. Jeder Gast-FOH-Techniker bekam eine kurze Einführung in das Soundscape-System. Während des Linechecks verteilte Hockley die Eingänge am DS100 entsprechend den Positionen der Musiker auf der Bühne, bis der Techniker mit dem Mix zufrieden war. Einige FOH-Techniker entschieden sich, die Tonquellen so zu lassen, wie sie auf der Bühne waren, und freuten sich über das natürliche Klangerlebnis. Andere schöpften die kreativen Möglichkeiten des Systems voll aus und spielten in ihrem Mix mit der Positionierung oder der Breite der verschiedenen Tonquellen auf der Bühne.

„Tourende Tontechniker kommen zur Glastonbury Acoustic Stage, um den Sound zu hören. Für uns war es ein ganz besonderes Erlebnis, Soundscape für einen Feldtest zu nutzen. Mit diesem System hat d&b die Grenzen des Machbaren in der Beschallung verschoben. Es war erstaunlich, wie stabil es war und wie positiv es aufgenommen wurde.“ „Die Definition und der Raum, die der Mix durch Soundscape bekam, waren beeindruckend“, sagt De Brabant. „Das System öffnet eine ganze Klangwelt. Der resultierende Sound hört sich einfach richtig an.”

„Mit Soundscape hat man keine großen Schwierigkeiten, ein einzelnes Instrument oder einen bestimmten Part im Mix hervorzuheben. Stattdessen kann man sich voll und ganz auf die kreative Seite des Abmischens konzentrieren.Tom De Brabant, Audio Crew Chief und FOH-Techniker der Acoustic Stage